Zauberhafter Adventsnachmittag: Familienmusical „Hänsel und Gretel“ begeistert im Ernst Ludwig Saal

Beitrag vom 23.01.2026

Darmstadt-Eberstadt – Bereits lange vor Beginn der Vorstellung füllte sich am Samstag, den 6. Dezember, der Ernst Ludwig Saal mit erwartungsvollen kleinen und großen Besuchern. Die Kleine Oper Bad Homburg präsentierte an diesem Nachmittag ein außergewöhnliches Projekt: eine farbenfrohe, kindgerechte Musicalfassung von Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ – und das mit prominenter Unterstützung aus der regionalen Chorszene.

Neben den Hauptdarstellern der Kleinen Oper waren gleich mehrere Chöre mit dabei: Stimmwolf e.V., die Chorgemeinschaft Traisa sowie der Kinder- und Jugendchor desChors56 aus Ober-Ramstadt. Möglich gemacht wurde diese eindrucksvolle Zusammenarbeit von Wolfgang Vetter, der außer dem Kinder- und Jugendchor alle Chöre leitet und der auch zum Ensemble der Kleinen Oper gehört.

Bereits zur Begrüßung brachte Theaterdirektor Markus Neumeyer den voll besetzten Saal zum Lachen. Mit Charme und Witz führte er ins Programm ein, begleitete am Klavier – und überraschte später in einer weiteren Rolle als pfiffiger Rabe.

Die Handlung folgte dem bekannten Grimm’schen Märchen, jedoch mit frischer Energie und viel Musical-Charme. Hänsel (Dzuna Kalina) und Gretel (Ingrid El Sigai) überzeugten mit starker Bühnenpräsenz, eindrucksvoller Stimme und lebhaftem Spiel. Die düstere Hexe sowie der gutmütige Vater – beide von Wolfgang Vetter dargestellt – sorgten für Spannung, Schmunzeln und eine gehörige Portion Gänsehaut.

Das Publikum ließ sich schnell vom Zauber der Inszenierung mitreißen. Farbenfrohe Kostüme, ein buntes Bühnenbild und die stimmungsvollen Licht- und Soundeffekte von Jan Voss machten den Nachmittag zu einem echten Theatererlebnis. Ein besonderer emotionaler Höhepunkt war der gemeinsam gesungene Abendsegen, dargeboten vom Kinderchor sowie den Chören aus Traisa und Stimmwolf e.V. – ein Moment, der viele Zuschauer sichtlich berührte.

Großen Applaus erntete auch der Kinder- und Jugendchor des Chor56 unter der Leitung von Christine Pyszak. In liebevoll gestalteten Engelskostümen sangen die jüngsten Teilnehmer – manche erst vier Jahre alt – den zarten „Taumann“ und verzauberten den gesamten Saal.

Natürlich endete die turbulente Aufführung mit einem Happy End. Regisseur Wolfgang Vetter nutzte den Schlussapplaus, um allen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne zu danken. Sein besonderer Dank galt der Dotter-Stiftung, die das Projekt maßgeblich unterstützte. Die Stiftung fördert kulturelle und musikalische Initiativen, insbesondere in Darmstadt-Eberstadt – und machte so auch diese Aufführung erst möglich.

Nach langem Applaus trat das Publikum gut gelaunt hinaus in den Dezembernachmittag. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, den märchenhaften Tag auf dem nahegelegenen Eberstädter Weihnachtsmarkt gemütlich ausklingen zu lassen.

Gaby Schneider